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Qualitäts-Verbundglas im Minutentakt

Bürkle stellt auf der glasstec 2018 einen neuen Prozess für die Lamination von Gläsern vor, der sehr kurze Taktzeiten ermöglicht und eine sehr hohe Produktqualität gewährleistet.

Durch die kompakte Bauweise des "EasyLam IFL", in dem die Glas-Lamination mittels des von Bürkle entwickelten neuen Prozesses durchgeführt wird, ist auch eine Inline-Lamination möglich. (Foto: © Bürkle)
Durch die kompakte Bauweise des "EasyLam IFL", in dem die Glas-Lamination mittels des von Bürkle entwickelten neuen Prozesses durchgeführt wird, ist auch eine Inline-Lamination möglich. (Foto: © Bürkle)

Die Robert Bürkle GmbH hat den neuen Laminierungsprozess speziell für die Fertigung von "Smart-Window"-Gläsern entwickelt. Einsetzen lasse sich die Technologie aber auch für die Herstellung von klassischen Verbundgläsern jeglicher Art, berichtet der Maschinenbauer aus Freudenstadt und stellt folgende Leistungsmerkmale des neuen IFL-Prozesses heraus:

- im Vergleich zu Herstellungsprozessen mit Autoklaven eine besonders schnelle Lamination von Verbundgläsern (Reduzierung der Laminationskosten);
- die Möglichkeit zur Linien-Integration der Maschinen (Inline-Prozess);
- höchste Laminierqualität aufgrund von besonders homogenen, beidseitig beheizten Heizplatten;
- besonders flexibel hinsichtlich verschiedener Glasaufbauten (kurze Rüstzeiten bei Produktwechseln);
- die Möglichkeit der Lamination mit besonders niedrigen Drücken;
- geeignet für die Lamination von Verbundgläsern mit unterschiedlichen Dicken.

Mehrstufiger Laminierprozess

Der Bürkle IFL-Prozess steht für "Inline Flat Lamination" und ist ein mehrstufiger Laminierprozess, der im ersten Schritt eine beidseitig beheizte Vakuum-Flachpresse verwendet. Hier wird die Luft zwischen den Schichten des Glasverbundes per Vakuum (< 1mbar) entfernt. Quasi in einem fließenden Prozess erfolgt anschließend in dieser Presse durch entsprechenden Druckaufbau von oben und unten sowie den weiteren Einfluss von Wärme die Laminierung des Verbunds.

HandwerkDie Taktzeit für diesen Prozess beträgt üblicherweise deutlich weniger als zehn Minuten. Bei einer Lamination von dickeren Gläsern wird die gesamte Charge dann in eine optionale zweite Flachpresse gefördert, die ebenfalls von beiden Seiten Wärme in das Produkt einbringt, und dort fertig laminiert.

In einer weiteren Flachpresse mit gekühlten Pressplatten erfolgt schließlich die Abkühlung für die anschließende Weiterverarbeitung. Das Einbringen der Verbundgläser in den Laminierungsprozess erfolgt jeweils in Chargen, die zuvor auf dem Einlaufförderer gebildet werden. Der Laminator weist eine Nutzfläche von 2.200 mm auf 4.200 mm auf. Andere Abmessungen sind auf Anfrage möglich.

Homogene Lamination

Die Herstellung von Verbundgläsern in der modular aufgebauten Flachpressenausführung ermöglicht laut Bürkle eine homogene, parallele Lamination und vermeidet vor allem die durch die klassischen Membranlaminatoren bekannte Kantenüberpressung.

Die beidseitige Beheizung der Pressplatten realisiere eine schnellere Lamination und verhindere Spannungen zwischen den Scheiben des Verbundglases nach der Lamination.

Spezialist für Pressen, Laminier- und Beschichtungstechnik

Bürkle ist einer der Technologie- und Weltmarktführer auf dem Gebiet der Pressen-, Laminier- und Beschichtungstechnik. Der Stammsitz des 1920 gegründeten Unternehmens liegt in Freudenstadt im Nordschwarzwald.

Mit ca. 500 Mitarbeitern präsentiert sich die Robert Bürkle GmbH als modernes, zukunftsorientiertes Unternehmen, das hoch-komplexe High-Tech-Pressen- und Beschichtungsanlagen für die Möbel-, Plastikkarten-, Leiterplatten-, Glas- und Photovoltaikindustrie liefert.

Die Robert Bürkle GmbH auf der glasstec 2018: Halle 12, Stand A22.

www.buerkle-gmbh.de

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