November 2013
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Thementage Fenster bei Weinig

Wenn die Weinig AG zum Thema Fensterfertigung nach Tauberbischofsheim einlädt, ist Kompetenz auf höchstem Niveau garantiert. Mit rund 150 namhaften Kunden aus ganz Europa erlebte die Veranstaltung am 7./8. November dann auch die erwartet starke Resonanz. Im Mittelpunkt stand das Holz-Alu-Fenster, das kontinuierliche Zuwächse verzeichnet und von immer mehr Fensterbauern produziert wird.
 Starke Resonanz:  Vertriebsvorstand Stephan Weber konnte Kunden aus ganz Europa zum Weinig Thementag Fenster begrüßen
Bild: Weinig AG

Für diese Anwender, aber auch für alle anderen teilnehmenden Betriebe aus der Branche, präsentierte Weinig zusammen mit drei international aufgestellten Systemgebern ein neues Gesamtkonzept, das den Kunden optimale Begleitung im Fertigungsprozess sichert.


Weinig bringt in diesen Verbund jahrzehntelange Fensterkompetenz und ein umfassendes Produktprogramm der Fertigungstechnologie ein. Die Palette reicht von der konventionellen Winkelanlage bis zur vollautomatischen, CNC-gesteuerten  Conturex-Serie und beinhaltet auch die komplette Peripherie. Mit der Schweizer Firma Oertli ist ein renommierter Werkzeugspezialist in das Konzept eingebunden.

Den Metallbereich besetzen der bekannte Alu-Schalen-Hersteller Gutmann und der Beschlag-Spezialist Gretsch-Unitas (GU). Im vollbesetzten Weinig-Mediazentrum stießen die Verantwortlichen der beteiligten Unternehmen mit ihren Vorträgen auf großes Interesse. Am Beispiel von zwei komplexen Kundenanlagen konnten sich die Fachbesucher anschließend ein Bild vom effizienten Zusammenspiel der Partner machen. Leistung, Flexibilität und konstruktive Antworten auf immer schmaler werdende Profile standen dabei im Fokus.

Allianz für den Kunden geschlossen

„Die breite Kompetenz von Weinig und den Systemgebern bietet alle Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Ansätze in der Produktion“, betonte Fensterspezialist Siegfried Weber. „Das gibt dem Kunden einen einzigartigen Spielraum und ist von großem Vorteil, wenn es um das wirtschaftlichste Konzept für den individuellen Fall geht“. Das Ergebnis einer solchen gemeinsamen Projektplanung konnten die Besucher der Fenstertage live erleben.

Die Anlage, die für die deutsche Firma Östringer konzipiert wurde, bildet vom Ablängen mit der Kappsäge OptiCut S 50 über das Produzieren aller Leisten mit dem Powermat bis zur Komplettbearbeitung auf dem Fenster-Center Conturex 124 und der Dübelmaschine UniPin einen guten Teil der Weinig-Kompetenz ab. Eine integrierten Lösung für Altbausysteme, bei der die Wetterschenkel nicht angefräst sondern eingehängt werden, macht deutlich, wie flexibel Weinig auf Kundenwünsche reagiert.

Alternativen zur Konfiguration der Anlage stellte Weinig insbesondere im Bereich Eckverbindungen heraus. Der Weltmarktführer bei Maschinen und Anlagen für die Fensterfertigung verfügt hier über technische Lösungen für alle marktüblichen Varianten, sei es Zapfen und Schlitz oder Dübeln. Hohe Dynamik beweist Weinig in der Rundbogenfertigung.

Das Flächen-CNC-Center Multirex bietet dazu ausgezeichnete Voraussetzungen, die auf dem Markt inzwischen auch wahrgenommen werden: „Uns liegt eine Reihe von Aufträgen vor“, berichtete Siegfried Weber. In diesem Zusammenhang kündigte Weinig für die Messe Holzhandwerk in Nürnberg eine neuartige Schraubverbindung im Bereich Bogenfertigung an, die besonders in Bezug auf die immer stärker geforderten schmalen Profile deutliche Vorteile bringen soll. Die Innovation wird eingebettet in das erstmals auf einer Messe gezeigte Gesamtkonzept zu sehen sein.

Ausführlich kamen bei den Weinig Fenstertagen auch die Partner zu Wort. Ulrich Ritter, Geschäftsführer Deutschland von Oertli, gab in seinem Beitrag Einblicke in die neue WPC-Generation der Fensterwerkzeuge. Die sogenannte SP-Technik sorgt für weitgehend vibrationsfreien Lauf und erzielt selbst bei 10.000 UpM exzellente Ergebnisse.

Herausragendes Merkmal ist die Hybrid-Technologie, die die Bearbeitungsschritte Vorfräsen und Finishhobeln in einem Durchgang ermöglicht und Splitter vermeidet. Die dabei eingesetzten Schneiden erzielen bis zu 5fach höhere Standzeiten. Insgesamt bewirkt das WPC-Werkzeug eine erhebliche Leistungssteigerung und kann individuell auf jede Weinig-Konfiguration abgestimmt werden.

Werner Tober von der Firma Gutmann hob besonders die Modularität der Alu-Schale in Verbindung mit dem Holz-Alu-System Mira hervor. Da der Holzquerschnitt bleibt, kann Gutmann ungeachtet der Entwicklung bei den Profilstärken immer das passende Falz-System liefern. Der Austausch ist denkbar einfach. Alle Gutmann-Systeme sind Passivhaus zertifiziert und eröffnen dem Kunden auch diesen Markt.

Beim Beschlag-Spezialisten GU stand der wachsende Bereich der Hebe-/Schiebetürenelemente im Vordergrund. Zertifiziert und geprüft, garantiere die GU-Kompetenz im Verbund mit den Partnern Weinig, Gutmann und Oertli dem Kunden eine hundertprozentige Sicherheit für das komplette Bauteil, so Referent Matthias Meyer.

Mit 70 Mitarbeitern im Produktbereich Fenster gewährleistet Weinig organisatorisch und fachlich die optimale Abwicklung eines jeden Projektes und führt die Beiträge der Systemgeber gesamtverantwortlich zusammen.

Karlheinz Moldan, Leiter Produktbereich Fenster,  ist sicher, dass Weinig mit seinem Konzept die Bedürfnisse des modernen Fensterbaubetriebes getroffen hat: “Unser Gesamtpaket vereinfacht in Zeiten immer komplexerer Aufgabenstellungen die Lösung und bringt dem Kunden entscheidende Wettbewerbsvorteile. Die äußerst positive Rückmeldung führender Fensterhersteller bestätigt unseren Weg.“


Michael Weinig AG