Die Zeichen stehen auf Smart

Tragfähige Konzepte für die Zukunft standen im Mittelpunkt des 22. Saint-Gobain Glass-Fachtages am 7. März 2018 im Design Center in Linz (Österreich).

Über 400 Besucher kamen zum 22. Glas-Fachtag von Saint-Gobain Glass Deutschland und der österreichischen CLIMAplusSECURIT-Partner CSP nach Linz. (Foto: © CLIMAplusSECURIT-Partner / Birgit Tegtbauer)
Über 400 Besucher kamen zum 22. Glas-Fachtag von Saint-Gobain Glass Deutschland und der österreichischen CLIMAplusSECURIT-Partner CSP nach Linz. (Foto: © CLIMAplusSECURIT-Partner / Birgit Tegtbauer)

Über 400 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich bei hochkarätigen Vorträgen und Workshops zum Schwerpunktthema smarte Fenster und Fassaden zu informieren. Abgerundet wurde das Programm im Design Center in Linz/Österreich mit einer Podiumsdiskussion und einer Ausstellung zu innovativen Produkten und Trends. Eingeladen hatten Saint-Gobain Glass Deutschland und die österreichischen CLIMAplusSECURIT-Partner CSP.

Glasindustrie profitiert vom Aufschwung

Die Moderation übernahm Patrick Georg, Marketing Manager der CLIMAplusSECURIT-Partner bei Saint-Gobain Glass. Dr. Frederik Lehner, Geschäftsführer der Interconnection Consulting aus Wien informierte über aktuelle Markttrends zu Glas im Innen- und Außenbau in Österreich. Er verwies auf die sehr positive Konjunktur in der Baubranche und das "Boomjahr 2017".

Besonders der private Konsum und die rasante Neubaudynamik seien die Wachstumstreiber. Die Glasindustrie profitiere insgesamt deutlich vom Aufschwung. Zudem seien "Smart Glass Solutions" längst keine Fiktion mehr. "Noch stellen hohe Kosten zwar eine Markteintrittsbarriere dar, zunehmender Wettbewerb führt mittelfristig jedoch zu marktadäquaten Preisen", so Lehner.

Digitale Prozesse nicht mehr aufzuhalten

HandwerkÜber smarte Konzepte für zukunftsfähige Fassaden referierte Prof. Dr.-Ing. Winfried Heusler, Senior Vice President der Schüco International KG. Die Vernetzung digitaler Objekte und die konsequente Modularisierung bis zum einzelnen Bauteil seien entscheidende Schlüsselfaktoren. Primäres Ziel müsse dabei die Optimierung des zielgruppenspezifischen Kundennutzens sein, so Heusler: "Nur wenn wir begreifen, welche Wünsche unsere Kunden im Innersten haben, können wir unsere Unternehmen langfristig erfolgreich weiterentwickeln."

Dipl.-Ing. Lars Anders, Managing Director der Priedemann Fassadenberatung GmbH in Berlin, präsentierte unter dem provokanten Titel "Fassade, Glas und digitale Disruption – zieht der Sturm an uns vorbei?" einen polarisierenden Beitrag zu Trends, Potenzialen und optionalen Veränderungen beim Geschäftsmodell Fassade. Sein Fazit: Digitale Prozesse sind in der Fassadenplanung und -ausführung nicht mehr aufzuhalten.

Dies berge Risiken, aber auch Chancen. Anders: "Die Digitalisierung verkürzt nicht nur Reaktionszeiten, vor allem bei Großprojekten, sondern ermöglicht darüber hinaus individualisierte customized-Produkte, die durch die Möglichkeiten eines Monitorings oder einer Nachkontrolle auch neue Geschäftsfelder eröffnen."

Forschungsprojekt zu schaltbaren Verglasungen

Anschließend stellte Dr.-Ing. Walter Haase, Geschäftsführer der ILEK Universität Stuttgart, innovative Systeme unter Einsatz von smarten Materialien zur Regelung des Licht- und Energiedurchgangs vor. Haase unterschied zwischen invarianten, selbstregelnden und steuerbaren Systemen. Darüber hinaus beschrieb er ein Forschungsprojekt zu schaltbaren Verglasungen an der ILEK Universität.

Unter dem Motto "Glas im Bauwesen – Normung versus Schutzziele?" gaben dann Ralf Vornholt aus der Anwendungstechnik der Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH und Manfred Beham, gerichtlich beeideter Sachverständiger Glas im Bauwesen der Ertl Glas AG, einen ausführlichen Überblick über Glas am Bau und seine Regelwerke.

Workshops als zweiter Teil der Tagung

HandwerkIm zweiten Teil der Tagung fanden zwei Workshops statt: Christian Kobusch, Gral Systeme GmbH, stellte Designduschen und die nächste Generation Schiebeduschen vor; Andreas Bittis, Marktmanager Fassade bei Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH, referierte über den zunehmenden Wunsch nach Transparenz und die damit verbundene Fokussierung auf Tageslichtnutzung durch adaptive Fassaden.

Praktische Tipps zu den Themen Zielsetzung, Motivation und zum positiven Umgangs mit Niederlagen gab es von Ultraradsportler Christoph Strasser. Er berichtete über seine Erfahrung beim längsten Radrennen der Welt, dem "Race Across America" und zeigte, wie auch ein Scheitern zu einer neuen Chance werden kann.

Ein gelungener Abschluss, des 22. Glas-Fachtages mit einer positiven Gesamtstimmung, lautete auch Fazit von CSP Marketing-Manager Patrik Georg: "Wir haben es geschafft, erfolgreich an die vergangene Veranstaltung anzuknüpfen."

www.saint-gobain.com
www.climaplus-securit.com

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