Dienstag, 26. September 2017
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Der Raum droht in Zukunft an Wert zu verlieren

Mit „Siegenia Room Visions 2030“ veröffentlicht Siegenia ein umfangreiches White Paper zur technologischen und energetischen Zukunft von Wohn- und Arbeitsräumen aus Sicht von hochkarätigen Architekten und Wissenschaftlern.

Handwerk
Mit „Siegenia Room Visions 2030“ veröffentlicht Siegenia ein umfangreiches White Paper zur Zukunft von Wohn- und Arbeitsräumen aus Sicht von hochkarätigen Architekten und Wissenschaftlern. (Bild: Siegenia)

Experten wie Hadi Teherani, Kaspar Kraemer oder Professor Johannes Kister äußern sich darin kritisch – vor allem gegenüber der zunehmenden Reglementierungswut in Deutschland, die sich wertmindernd auf die Wohnqualität und den Raumkomfort der Zukunft auszuwirken droht. Die einhellige Meinung der Experten: Architektur und Industrie müssen näher zusammenrücken, um die Qualität des Wohnens zu steigern.

Zentrale Idee des rund 80 Seiten umfassenden Interviewbands war es, im Gespräch mit Architekten und Wissenschaftlern eine Vision zu entwerfen, wie Räume im Jahr 2030 bewohnt und welche Anforderungen an die Technik gestellt werden.

In der online abrufbaren Publikation von Siegenia kommen mit den renommierten Architekten Hadi Teherani, Kaspar Kraemer und Professor Johannes Kister sowie dem Kurator des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt Oliver Elser und dem Experten für Medien und Raum Prof. Dr. Stephan Günzel interdisziplinäre Experten zu Wort, die trotz teils sehr unterschiedlicher Blickwinkel ein eher kritisches Bild der Zukunft unserer Wohn- und Arbeitswelten entwerfen. Vor allem die zunehmende Konzentration auf quantitative Werte wie Energieeffizienz oder Verkaufspotenzial wird von den Fachleuten kritisiert, da sie die qualitativen Werte des Raumes und des Wohnens mindert.

Aktuelle Herausforderungen nur gemeinsam meistern

„Wir wollten Stimmen und Meinungen der Branche einfangen, um daraus ableiten zu können, welche Trends in den für uns wichtigen Feldern Gebäudetechnik und vor allem Raumkomfort eine zentrale Rolle spielen werden“, so Wieland Frank, Geschäftsführender Gesellschafter der Siegenia Gruppe.

„Letztlich hat sich in unseren Interviews gezeigt, dass die aktuellen Herausforderungen, die zum Beispiel durch Energieeinsparverordnungen, baurechtliche Reglementierungen und kostenoptimiertes Bauen entstehen, nur gemeinsam gemeistert werden können. Die Industrie muss im Dialog mit Architekten und Fachplanern einerseits sowie Bauausführenden, Bauherren und Nutzern andererseits zukunftsweisende Lösungen entwickeln, die nicht nur der Forderung nach energetischer und wirtschaftlicher Effizienz gerecht werden, sondern auch den Komfort und die Lebensqualität berücksichtigen und steigern. Das betrifft besonders die Beschlagtechnik für Fenster und Türen sowie die Lüftungs- und Gebäudetechnik, mit der wir uns befassen. Fenster und Türen sollten nicht als ‚Schwachstelle‘ im Energiehaushalt eines Gebäudes wahrgenommen werden, wenn ihre eigentliche Funktion doch die Steigerung der Wohnraumqualität und des Raumkomforts ist. Die Zukunft des Wohnens braucht deshalb nicht nur innovative Lösungen – sie braucht vor allem ein gutes Zusammenwirken von Menschen, die sich für die Qualität des Wohnens einsetzen.“

Offizielle Vorstellung auf der BAU 2015

Erstmals offiziell vorgestellt wurde das durchaus polarisierende White Paper „Siegenia Room Visions 2030“ auf der BAU 2015, der Weltleitmesse für Architektur.

„Wir haben uns bewusst diesen Termin ausgesucht, weil das Motto der Messe ‚Die Zukunft des Bauens‘ ist – der Titel ist für uns programmatisch, weil wir natürlich sehr stark daran interessiert sind, mit unseren Produkten einen Beitrag für den Raumkomfort der Zukunft zu leisten. Die Technik in Räumen, insbesondere die Lüftung, ist eine entscheidende Stellschraube für die Qualität eines Raums. Deshalb wollen wir in Zukunft verstärkt mit Architekten, Bauingenieuren und Planern zusammenarbeiten.“

Das kostenlose White Paper „SIEGENIA Room Vision 2030“ ist ab sofort unter vision.raumkomfort.com abrufbar.

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